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Perfektionismus verstehen: Ein kleiner Wegweiser zu mehr Zufriedenheit


Perfektionismus erkennen und verstehen
Die drei Säulen des Perfektionismus_Business_Coaching_Veroco


Perfektionismus verstehen und erkennen


Was denkst du? Bist du perfektionistisch? In meinen Coachings habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Frauen perfektionistisch handeln. Doch die wenigstens erkennen dies und würden sich nicht als Perfektionistin bezeichnen.


Anzeichen von Perfektionismus


Einen perfektionistischen Lebensstil erkennt man daran, dass die betroffene Person grosse Angst vor Fehlern hat, sehr hohe Ansprüche an sich selbst stellt und den eigenen Selbstwert daran ausrichtet, inwieweit sie die eigenen Massstäbe erfüllt. Den Selbstwert an einem Erfolg auszurichten bedeutet, dass man sich als Perfektionist:in als Versager:in ansieht, sobald ein gesetztes Ziel nicht erreicht wurde..


Hier eine kleine Zwischenfrage:


Ist die ganze Welt hässlich, nur weil eine hässliche Stadt auf ihr steht?


Diese Frage drückt den erfolgsabhängigen Selbstwert extrem gut aus.

Hast du als gesamter Mensch versagt, nur weil du ein Ziel nicht erreicht hast?

Sicherlich hast du schon ganz viele andere Ziele erreicht und deine ganze Person ist viel mehr als das.


Perfektionismus in der Leistungsgesellschaft


In unserer heutigen Leistungsgesellschaft wird es als erstrebenswert erachtet, ja es ist schon fast zur Pflicht geworden, sich ständig zu optimieren. Wir leben in einer Kultur, die Erfolg und Leistung besonders hoch bewertet. Etwas perfekt auszuüben ist erstrebenswert, aber man soll es bitte nicht übertreiben. Sonst werden diese Stärken schnell zu Schwächen. Ein schmaler Grat, der hier von uns verlangt wird.


Gerade als Frau wird von uns verlangt Familie, Beruf, Haus, das Aussehen etc. unter einen Hut zu bekommen, aber natürlich perfekt. Perfekt im Sinne der Gesellschaft natürlich!

Ich persönlich definiere aber MEIN PERFEKT vielleicht ganz anders. Für mich ist es in der Familie perfekt, wenn wir gemeinsam ein paar Glücksmomente erleben. Im Beruf läuft es perfekt, wenn ich das ausüben kann, womit ich wirklich eine Leidenschaft verbinde. Mein Haus ist perfekt, wenn es mal schön sauber und aufgeräumt ist (immer dienstags wenn meine Haushaltshilfe da war ;-)). Mein Aussehen ist perfekt, wenn ich mich wohl fühle.


Wie gehts es dir dabei? Wie definierst du DEIN perfekt? Nach gesellschaftlichen Massstäben, vergleichst du dich mit Menschen auf Instagram & Co., der erfolgreichen Person im Beruf oder hörst du mehr auf deine persönliche Meinung?


Positive Eigenschaften des Perfektionismus


Prinzipiell kann man dem Perfektionismus durchaus positive Eigenschaften zuschreiben. Menschen die etwas perfekt ausüben wollen,

  • arbeiten sehr genau und gewissenhaft.

  • nehmen ihre Aufgaben und Ziele ernst.

  • sind diszipliniert und konzentriert bei der Sache.


Vor allem im beruflichen werden diese Eigenschaften als besonders wünschenswert erachtet.


Negative Folgen des Perfektionismus


Folgende negative Folgen können durch den Perfektionismus ausgelöst werden:

  • Körperliche und psychische Belastung (werden leider oft ignoriert)

  • Wenig Freiheit, da man im Extremfall unter ständigem Zwang steht, etwas perfekt ausführen zu müssen.

  • Ein eingeengtes Leben durch zu starre Massstäbe.

  • Aufgaben, Ideen etc. nicht zu Ende zu bringen, da sie nie perfekt genug sind.

  • Potentiale und Leidenschaften nicht erkannt werden, da man es gar nicht versucht aufgrund der grossen Angst nicht gut genug zu sein.


Doch was treibt diese Person tatsächlich an so gewissenhaft und zielstrebig zu arbeiten? Steckt die Angst vor Fehlern dahinter, die Angst nicht zu genügen, ein verminderter Selbstwert der nur erhöht werden kann, wenn man etwas idealistisch erfüllt? Wie geht es denn dieser Person dabei?

Im schlimmsten Fall wird der Perfektionismus zum klinischen Problem. Dann sollte man einen Therapeuten aufsuchen.


Selbstreflexion als Schlüssel


Von hoher Wichtigkeit ist es, das eigene Perfektionsstreben zu hinterfragen.

Denn oft scheitert man an neuen Ideen, Neuanfängen oder Lebensveränderungen aufgrund des Exzellenzstrebens. Man kommt ins Grübeln, irgendein Problem erkennt man immer, will aber keine Fehler machen, Zweifel und Unsicherheiten entstehen und somit verändert man lieber nichts oder wirft die neue Idee lieber über Bord.

Man wahrt so den Schein das eigene Leben wäre perfekt, da ja nichts schief gelaufen ist. Aber hat man nun das gemacht was man wirklich möchte, wichtige Lebenserfahrung gesammelt oder sich selbst verwirklicht?


Ungenutzte Potentiale und nicht ausgelebte Leidenschaften


Was ich ganz besonders schade finde, wenn neue Ideen nicht verwirklicht werden oder ein neues Hobby wieder aufgegeben wird, weil man es nicht perfekt genug kann. Obwohl die Tätigkeit extrem viel Energie bringt, man mit Leidenschaft dabei ist und Glück empfindet. Man ist eben nicht talentiert genug. Oder man vergleicht sich ständig mit Menschen, die das schon seit Jahren oder Jahrzenhnten ausgeübt haben.

Was ist wohl wichtiger und bringt mehr Glück und Zufriedenheit im Leben? Eine Leidenschaft auszuüben, weil sie einfach Spass macht oder dem Ideal hinterherzulaufen, in allem immer perfekt sein zu müssen?


Was bringt wirklich Zufriedenheit?


Ist es also die bessere Lösung, sich Perfektion zum Ziel zu setzen und nicht darauf zu achten, wieviel Energie einem diese Leidenschaft schenkt, egal wie gut oder schlecht man dabei ist?


Wäre es nicht schöner, man könnte aus voller Überzeugung heraus und stolz behaupten: „Ja, ich habe Fehler gemacht, ich bin glücklich und stolz darauf. Denn ich war mutig, habe wichtige Erfahrungen gesammelt und mich weiterentwickelt.“


Lebenserfahrung, Entwicklung und Zufriedenheit sind doch ein viel schöneres Ziel als ein anscheinend perfektes Leben, das sowieso nie erreicht wird. Oder was meinst du?


Fünf Fragen zur Selbstreflexion

  1. Wie definierst du dein ganz persönliches perfekt?

  2. Hast du als ganze Person versagt, weil du ein Ziel nicht perfekt erreicht hast?

  3. Was hast du schon alles erreicht? (Auch viele kleine Erfolge führen zum Ziel.)

  4. Was treibt dich an, bei Erfüllung deiner Ziele?

  5. Was hält dich davon ab, etwas neues zu beginnen?


Deinen Perfektionismus überwinden – mit professioneller Unterstützung


Wenn du merkst, dass dich dein Perfektionismus einschränkt und du Unterstützung dabei brauchst, dein volles Potenzial zu entfalten, deiner Leidenschaft zu folgen und deine Ziele ohne den ständigen Druck des Perfektionismus zu erreichen, dann kann dir ein professionelles Coaching helfen.

In meinen Coachings speziell für Frauen unterstütze ich dich dabei, deinen Perfektionismus zu verstehen und zu überwinden. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um deine Ziele auf eine gesunde und erfüllende Weise zu erreichen.

Melde dich gerne für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch bei mir, direkt online buchbar.


Oder schreibe mir eine Mail.


Ich freue mich auf einen Austausch mit dir!

Veronika


Falls du bereits Anzeichen von ständiger Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Herzrasen, Schwindel oder ähnlichem wahrnimmst. Zwang und Druck deinen Alltag bestimmen und du dich hier als Perfektionist:in erkannt hast, dann rate ich dir dich direkt an eine:n Therapeut:in zu wenden.



Literaturquelle:

Nils Spitzer: Perfektionismus und seine vielfältigen psychischen Folgen

Anja Mumm: Loslassen. Raus aus der Perfektionismusfalle


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