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Selbstmanagement: Was ist das überhaupt?

Aktualisiert: 25. Mai 2022

Sich selbst managen… Das hört sich zuerst einmal sehr rational und trocken an, ist es aber nicht. Denn managen hat hier wenig mit dem „wirtschaftlichen Management“ zu tun. Deshalb ist es mir sehr wichtig, genauer auf den Begriff Selbstmanagement und seine Bedeutung einzugehen.


Viele denken dabei an Zeitmanagement, Arbeit- oder sogar Selbstoptimierung. Das ist aber nicht korrekt.


Anhand der dargestellten Grafik wird ersichtlich, wo der Schwerpunkt des Selbstmanagements liegt. Die Synchronisierung von Verstand und Gefühl, welche die Schnittmenge der beiden Kreise darstellt also die intrinsische Motivation.

Was bedeutet das aber genau?


Hast du schon einmal etwas getan, bei dem du Raum, Zeit und alle (negativen) Gefühle vergessen hast? Du hast den Augenblick genossen und bist völlig in deiner Tätigkeit versunken z. B. bei deinem Lieblingshobby oder der Ausübung einer Leidenschaft? Die Zeit scheint zu verfliegen und du bist völlig fokussiert und konzentriert bei der Sache, weil du so darin aufgehst?


Diesen Zustand nennt man Flowerleben. Man ist im Flow, ist eins mit seiner Tätigkeit. Genau das ist intrinsische Motivation, deine Ziele stimmen mit deinen Motiven (bewusste/unbewusste Bedürfnissen) überein. In einem solchen Moment kämpft man mit keinen inneren Widerständen. Die Überzeugung und Motivation gerade das richtige zu tun kommt von innen heraus, also aus deinem Selbst. Doch wie kann man einen solchen Zustand bewusst erreichen oder in einer bestimmten Lebenslage anwenden? Indem man den Verstand und das Gefühl befragt. Wenn dir etwas bewusst ist, dann spricht der Verstand. Aus dem Bauch oder Gefühl heraus resultieren unbewusste Bedürfnisse, die den meisten Menschen unbekannt sind und deshalb das ein oder andere Mal ungute Gefühle, Unsicherheiten, Zweifel oder ähnliches hervorrufen. Oft versteht man dann nicht genau, warum man z. B. bei einer Entscheidung ein so ungutes Gefühl hat. Dann nimmt man zwar Verstand und Gefühl wahr, sie befinden sich aber in keiner Balance zueinander. Es gibt Unstimmigkeiten die dir selbst noch nicht so klar sind. Genau darum geht es schlussendlich im Selbstmanagement, sich selbst verstehen zu können und somit die eigenen Ziele an das Selbst entsprechend auszurichten. Du stehst voll und ganz hinter deiner Tätigkeit oder Entscheidung, weil du dich selbst so gut kennst und verstehst. Du weisst welches Ziel du verfolgen möchtest und welcher Weg der richtige für dich ist. Genau diese Unabhängigkeit und Selbstsicherheit macht uns schlussendlich frei. Frei von Zweifeln, Unsicherheiten, Ängsten und Antriebslosigkeit. Natürlich ist diese Freiheit kein dauerhafter Lebenszustand. Aber nun hast du die passenden Werkzeuge zur Verfügung, um in den unterschiedlichsten Situationen stimmig mit deinem Selbst abwägen und entscheiden zu können. So wirst du dich mit innerer Stärke auf den Weg zu deinen Zielen begeben, den ein oder anderen Stolperstein überwinden und den Mut nicht verlieren.


Wie du nun erkennst, hat Selbstmanagement viel mit den eigenen unbewussten Bedürfnissen und somit Gefühlen zu tun. Das Bauchgefühl wird als genauso wichtig erachtet wie der Verstand.


Eigentlich schade, dass dies in einem so grossen Widerspruch zum allgemeinen Begriff des Managements in der Wirtschaft steht. Ein bisschen mehr Menschlichkeit und weniger Optimierungszwang wäre sicher ein Gewinn.


Literaturquelle:

Hugo M. Kehr: Authentisches Selbstmanagement

Grafik in Anlehnung an Hugo M. Kehr: Authentisches Selbstmanagement


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